Riesbach Richtung Albis von Matthias Köhler

Geschichte

Im Rahmen des Projektes «Wandellust», einer Zwischennutzung im Alten Kirchgemeindehaus Neumünster im Seefeld, hat sich Manuel Lehmann mit der Situation im Stadtteil Riesbach auseinander gesetzt. Schnell war dem gelernten Sozialarbeiter mit Fachgebiet Soziokulturelle Animation und einem Fokus auf Nachhaltigkeit und gemeinschaftliche Wirtschaftsprojekte klar, dass mit einer Bau- und Wohngenossenschaft der «Seefeldisierung» entgegen gesteuert werden kann.

Dazu kam die Erkenntnis, dass es für immer mehr ältere Menschen schwierig wird, bei einer Kündigung bezahlbaren Wohnraum zu finden. Diese ziehen immer häufiger direkt in die Altersheime. Es ist aufgrund der demographischen Entwicklung und den veränderten Bedürfnissen der 68er-Generation klar, dass es neue Modelle braucht. So entstand die Idee, in Riesbach ein Netzwerk von Mehrgenerationenhäusern zu schaffen, bei dem ein Austausch unter den Bewohner/innen möglich ist und Dienstleistungen gemeinsam genutzt werden können.

Im November 2017 organisierte Manuel Lehmann einen ersten Informationsabend. Seit 2018 finden monatliche Treffen aller Interessierten im GZ Riesbach statt. Im September 2018 wurde an einem ganztägigen Workshop die Ausrichtung der Genossenschaft vertieft. Im Laufe dieses Prozesses entstanden zudem Arbeitsgruppen, die das Projekt weiter voranbringen.

Gründungsversammlung

Am 27. Februar 2019 gründeten etwa 30 Interessierte die Genossenschaft NeMeRi. Sie verabschiedeten die zuvor erarbeiteten Statuten und wählten sechs Personen in den Vorstand.

Nicht alle Hausbesitzer/innen, die ihr Haus verkaufen möchten, sind mit der momentanen «Seefeldisierung» einverstanden. Darum sind wir überzeugt, dass wir unsere Geschichte bald mit dem Erwerb der ersten Häuser fortschreiben können.